John Malkovich erhält Bremer Filmpreis 2024

Im Rahmen der Filmfest-Gala am 10. April verlieh die Sparkasse Bremen den Bremer Filmpreis 2024 an den amerikanischen Schauspieler und Produzenten John Malkovich für sein filmisches Gesamtwerk. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wird in enger Kooperation mit dem Filmfest Bremen vergeben.

Bei der Verleihung des Bremer Filmpreises 2024 (v. l. n. r.): John Malkovich, Preisträger, Volker Schlöndorff, Laudator, Klaus Windheuser, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bremen und Matthias Greving, Festivalleiter. Foto: Manja Herrmann / ©Filmfest Bremen

Am Mittwochabend wurde in Bremen der rote Teppich für Hollywood-Legende John Malkovich ausgerollt. Der Schauspieler eröffnete vor zahlreichen Kameras mit seinem Gang über den Goetheplatz den festlichen Gala-Abend und sorgte für Glanz und echtes Festivalflair in der Hansestadt.

Im ausverkauften Theatersaal wurde der Preisträger gebührend gefeiert. Als Höhepunkt der Gala überreichte Klaus Windheuser, Vorstand der Sparkasse Bremen, John Malkovich unter großem Applaus den Bremer Filmpreis auf der Bühne.

„Ich freue mich sehr, heute einen ganz besonderen Preisträger ehren zu dürfen. Einen Charakterdarsteller, der auf den Theaterbühnen der Welt ebenso zu Hause ist, wie am Filmset. John Malkovich ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Filmproduzent und Theaterregisseur und einer der wenigen Künstler, denen es gelungen ist, sowohl das amerikanische als auch das europäische Kino und Theater zu prägen.”
Klaus Windheuser bei der diesjährigen Preisverleihung an John Malkovich

Bremen begrüßt John Malkovich vor dem Theater am Goetheplatz. Foto: Susann Haloschan / ©Sparkasse Bremen

Für Festivalleiter Matthias Greving war es ein großer Erfolg den renommierten Hollywood-Star nach Bremen zu holen:

„John Malkovich begeistert das Publikum in aller Welt und er hat uns und der Stadt Bremen mit seinem Beitrag zur Gala, mit seiner Bühnenpräsenz und seiner Teilnahme am Festival ein großes Geschenk gemacht, das die Bedeutung des Filmfest Bremen nachhaltig stärkt.“

Renommee und Popularität von John Malkovich wurden durch das feierliche Rahmenprogramm bei der Preisverleihung unterstrichen. Die kluge und sehr persönliche Laudatio von Regisseur Volker Schlöndorff (u.a. Oscar-Preisträger für „Die Blechtrommel“), der John Malkovich bereits seit den 1980er Jahren kennt, begeisterte und berührte Publikum und Preisträger ebenso wie die mitreißenden musikalischen Darbietungen der Bremer Philharmoniker. Unter der Leitung von Marko Letonja zollten sie dem Preisträger mit den Stücken „Korngold“, „Orpheus“ und „Nimrod“ Respekt.

In der Jurybegründung zum Bremer Filmpreis heißt es:

„Seine Rollenauswahl ist seit über vier Jahrzehnten ebenso vielseitig, wie das Spektrum der Filmgenres, in denen er seinen Figuren auf unnachahmliche Weise Leben einhaucht. (….) Feingeistig wie authentisch bringt er die Menschen zum Mitfühlen, Nachdenken, Fürchten und Lachen. (….) Mit John Malkovich ehren wir eine Ikone Hollywoods und des europäischen Films, einen Charakterdarsteller, der sich spielend leicht mit jeder Rolle neu erfindet und dabei doch immer unverkennbar der einmalige John Malkovich bleibt, der ein Publikum jedweden Alters und Backgrounds in seinen Bann zu ziehen vermag. Dabei gelingt es ihm, selbst in den düstersten aller Filmwelten (…), den Zuschauenden stets ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie eine bessere Welt aussehen könnte.“

Bremer Filmpreis

Die Sparkasse Bremen ehrt seit 1999 mit dem Bremer Filmpreis Persönlichkeiten der europäischen Filmszene für ihre langjährige Verdienste. Seit 2021 vergibt sie die Auszeichnung in Kooperation mit dem Filmfest Bremen, dessen Trademark, der Goldene Mops, seither auch als Trophäe für den Bremer Filmpreis dient. Zu den bisherigen Preisträger:innen zählen renommierte Filmschaffende unterschiedlicher Gewerke, darunter Autor:innen und Regisseur:innen wie Agnes Varda, Lars von Trier oder Aki Kaurismäki und Schauspieler:innen wie Tilda Swinton, Nina Hoss oder Bruno Ganz. Im letzten Jahr ging der Bremer Filmpreis an Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader. 2024 wurde der Bremer Filmpreis erstmals international vergeben und mit John Malkovich ein amerikanischer Künstler ausgezeichnet.

An Evening of Music and Humor with John Malkovich

Im Anschluss an die Preisverleihung öffnete sich dann erneut der Vorhang des Theater Bremen für John Malkovich: Dieses Mal nicht als Ehrengast, sondern als Performer. Im Zusammenspiel mit dem Violinisten und Dirigenten Aleksey Igudesman sowie vier weiteren brillanten Musiker:innen schlüpfte John Malkovich für 70 Minuten in die Rollen historischer Musikkritiker, um vor aller Augen und Ohren Meisterwerke von Beethoven, Brahms und Debussy in seiner unnachahmlichen Art genüsslich zu verreißen. Die Aufführung von „An Evening of Music and Humor with John Malkovich“ bildete den Abschluss des ebenso festlichen wie unterhaltsamen Gala-Abends für alle Sinne.

Filmfest Bremen

Das Filmfest Bremen um Festivalleiter Matthias Greving und Programmleiterin Ilona Rieke ist das einzige deutsche Festival mit einem internationalen Wettbewerb für Humor und Satire. Daneben stehen die vielseitigen internationalen Wettbewerbe Innovation und Deutschlandpremieren sowie ein regionaler Wettbewerb für Kurz- und Langfilme mit Bezug zur Bremer Region.

Mehr zum Filmfest Bremen erfahren Sie hier.

Weitere Eindrücke:

  • Foto: Lothar Bienkowski / ©BREMER
  • Foto: Lothar Bienkowski / ©BREMER
  • Foto: Lothar Bienkowski / ©BREMER
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  • Foto: Lothar Bienkowski / ©BREMER
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