Sparkasse Bremen ermöglicht den Kauf von zwei Shetlandponys für den Sportgarten

„Bremen macht Helden“, der Wettbewerb zur Kinder- und Jugendförderung, ermöglicht die Finanzierung der zwei Shetlandponys. Diese ergänzen nun das pädagogische Angebot im Sportgarten in der Pauliner Marsch.

Jip und Sally haben ihr neues Zuhause im Sportgarten gefunden.

Sich mal eben auf die Hinterbeine stellen, um nach einem Leckerli zu betteln? Jip, ein 15 Jahre alter Wallach, hat diesen Trick gut drauf. Und auch Sally, eine knapp vierjährige Stute, lässt mit einem blauen und einem braunen Auge Herzen schmelzen. Ermöglicht wurde der Ankauf durch „Bremen macht Helden“. Jährlich lobt die Sparkasse Bremen dabei Preisgelder in Höhe von 100.000 Euro aus. „Ohne die Unterstützung der Sparkasse Bremen hätten wir die beiden Shettys nicht holen können“, sagt Ulli Barde (geschäftsführender Vorstand des Sportgarten e.V.). Die beiden Shetlandponys ergänzen das pädagogische Angebot der gemeinnützigen Einrichtung. Damit setzt die Sparkasse Bremen ihre langjährige Kooperation mit dem Sportgarten fort.

Das Konzept: Natur zum Anfassen erleben

„Wir bieten bereits seit Jahren für Kinder und Jugendliche ein umfangreiches Angebot auf unserer Farm an“, erläutert Anna Müller, die das pädagogische Konzept erarbeitete. Denn der Sportgarten bietet ein Naturerlebnis im Laufe der Jahreszeiten: Was für Tiere leben auf der Weide? Wie sieht der Hof-Alltag aus? Wie striegelt man ein Pferd, wie putzt man die Hufe? Was aber fehlte, war die Möglichkeit für Kleinkinder ab etwa eineinhalb Jahren, Tiere und Natur intensiv zu erleben.

Robust, solide und aufgeweckt

Das ändert sich jetzt: Mit einem Stockmaß von 80 Zentimetern haben Jip und Sally genau die richtige Höhe für Kleinkinder. Anna Müller: „Wir bieten jetzt schon für Eltern-Kind-Gruppen Termine an, bei denen die Kinder entspannt den Umgang mit den Tieren und der Natur erleben können.“ In den kommenden Wochen folgen dann Angebote an Kindergärten, bei denen die Kinder gemeinsam mit Erzieherinnen und Erziehern mit Jip und Sally spaziergehen und reiten dürfen.

Die beiden Shettys sind dafür perfekt geeignet: Weder Jip noch Sally würden scheuen, wenn ein Taschentuch über den Weg flattert oder ein Luftballon zerplatzt. Zudem können kleine Kinder wunderbar mit ihnen interagieren. Denn auch das ist Teil des pädagogischen Konzeptes des Sportgartens: Von Pferden – den Meistern der Körpersprache – etwas über sich selbst herausfinden.

Sportgarten führt Bremer Tradition fort – dank der Sparkasse Bremen

Der Sportgarten setzt so wesentliche Impulse für die Kinder- und Jugendförderung in Bremen – und er führt mit der rund 30.000 Quadratmeter großen Farm auch eine Bremer Tradition fort: Denn das Freigelände in der Pauliner Marsch“, heute ein Legat in der Obhut der Sparkasse Bremen, war über Jahrhunderte Weideland für die Bremer Familien aus Steintor, Ostertor und Peterswerder.

Gehütet wurden die Tiere vom Frühjahr bis in den September von einem „Kuhhirten“, der im Jürgenshof wohnte. Die letzten Betreiber als Landwirte waren Paul und Henny Börner. Sie gaben ihren Grund und Boden in der Pauliner Marsch als Legat in die Obhut der Sparkasse Bremen. Wunsch der Stifter: die Grünflächen erhalten für die Bremerinnen und Bremer. Mit dem Sportgarten wurde dafür der richtige Partner gefunden. Hanns-Ullrich Barde und sein Team entwickelten und etablierten das heutige Tier- und Landschafts-projekt des Vereins. Barde: „Ohne die Sparkasse Bremen und das Gelände der Börners hätten wir die Anlage nicht so aufbauen können, wie sie sich heute präsentiert – als eine grüne Oase mitten in der Stadt, die Kinder und Jugendliche einbindet und ihre Entwicklung fördert.“

Grün inmitten der Stadt – der Stifter-Wunsch ging in Erfüllung

Die Farm hat täglich bei jedem Wetter geöffnet. Besucher können in Ruhe um den Teich spazieren, die acht Stationen eines Naturpfades entdecken, Tiere streicheln oder den Honig aus der Farm-Imkerei probieren. Darüber hinaus bietet der Sportgarten Schulprojekte, ein Ferienprogramm und Aktionstage an. Erlaubt und möglich ist also vieles. Nur das Füttern der Tiere ist verboten – falsche Nahrung könnte sie krank machen. Und das Leckerli für Jip nach seinem Trick? Das ist erlaubt, wenn das Leckerli von einer Mitarbeiterin des Sportgartens kommt. Und Jip weiß genau, in welcher Tasche das steckt.


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